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  ?     Wusstest du schon....  -   Allerlei
    
    
1. Was ist Shangri-La?
        
Shangri-La steht für eine Legende einer früheren Paradieswelt, die immer mal wieder in
        Tibet vermutet wurde. Heute bezeichnet man häufig den Himalayastaat Bhutan zwischen
        Tibet und Indien auf Grund seiner großartigen Landschaft und der ressourcenreichen Flora         und Fauna als "das letzte Shangri-La der Erde". Bhutan wird von den Einwohnern auch
        "Druk Yül" (Drachenland) genannt.
        Übrigens: Auch in der Musik taucht der Begriff " "Shangri-La" häufig als Sinnbild für das
        Paradies, das der Mensch zu erreichen sucht, auf. So nannte sich eine der frühen
        "Girlgroups" in den 60er Jahren "The Shangri-Las" ("Leader of the pack"). Auch die britische
        Classic-Rock-Band "Electric Light Orchestra" widmete dem "Paradies auf Erden" auf ihrem
        1976er Album "A New World Record" eine wunderschöne Ballade.

               
    2.
Wer sind "Ashkali"?
        
Es handelt sich bei den Ashkali um eine ethnische Minderheit im Kosovo. Sie sprechen die         albanische Sprache. Nach ihrer eigenen Überlieferung kamen sie in der Zeit Alexander des         Großen aus Ägypten in den Kosovo und waren die ersten Bewohner.
        Die Ashkali befinden sich derzeit ebenso wie die Roma im Kosovo in einer dramatischen         Situation. Oft leben sie im Verborgenen unter der albanischen Bevölkerung. Würden sie
        sich als Ashkali zu erkennen geben, würden auch sie aus ihrer Heimat vertrieben werden.

    3. Wer vergibt die Hotelsterne?
        
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) bietet nach diversen         Vorläufermodellen einzelner Landesverbände seit Herbst 1996 mit dem Markenprodukt         "Deutsche Hotelklassifizierung" ein bundesweit einheitliches Klassifizierungssystem an. Sie
        ist geeignet, ein aussagekräftiges Raster über den gesamten Bestand an
        Beherbergungsbetrieben in Deutschland zu legen. Es werden ausschließlich objektive
        Kriterien wie Zimmerausstattung und Dienstleistungsangebot bewertet; subjektive
        Eindrücke werden grundsätzlich nicht berücksichtigt. Spezielle Gremien des Deutschen
        Hotel- und Gaststättenverbands legen die Kriterien fest.
        Die Klassifizierung erfolgt auf freiwilliger Basis. Jeder Gastronom kann mitmachen, muss
        aber nicht. Beteiligen können sich alle konzessionierten Beherbergungsbetriebe mit mehr
        als acht Betten. Neben den klassischen Hotels also auch Hotels garni (Hotelbetrieb mit nur
        geringen Beköstigungsmöglichkeiten), Gasthöfe und Pensionen. Die Deutsche
        Hotelklassifizierung kennt 19 Mindestkriterien, die mit zunehmender Anzahl der Sterne
        schärfere Anforderungen stellen. Hinzu kommen entsprechende Mindestpunktzahlen aus
        den Bereichen:
        Gebäude/Raumangebot
        Einrichtung/Ausstattung
        Service
        Freizeit
        Angebotsgestaltung
        Hauseigener Tagungsbereich
        Es gilt das Prinzip: Je mehr Sterne, desto mehr Merkmale müssen vorhanden sein.
        Bei einem Vier-Sterne-Hotel (Kategorie: First Class) z. B.:
        Einzelzimmer 16 qm, Doppelzimmer 22 qm
        Frühstück und Speisen im Roomservice
        Minibar oder 24 Stunden Roomservice
        Bademantel auf Wunsch, Kosmetikspiegel, Fön
        Sessel / Couch
        Waschen und Bügeln der Gästewäsche
        Hotellobby, Restaurant, Hotelbar.

   4. Wie heißt Ägyptens Nationalgericht?
       
Das wohl geläufigste ägyptische Nationalgericht trägt den Namen "Fool-Medames". Es ist
       ein rein vegetarisches Gericht, das häufig auch als Vorspeise oder Zwischenmahlzeit
       gereicht wird.
       Fool-Medames wird auf zahlreiche verschiedene Arten zubereitet. Hauptbestandteil dieses
       Gerichts sind braune Bohnen (Saubohnen), die mindestens 24 Stunden gedünstet und dann
       in einer Sauce serviert werden. Die Zutaten zu der Sauce sind je nach Geschmack
       beizugeben: verschiedene Gewürze, Butter, Zwiebeln, Zitronensaft - der Fantasie sind hier        kaum Grenzen gesetzt.
       Insgesamt ist die Nahrung der Ägypter jedoch sehr vielseitig: Reis ist eigentlich immer
       dabei, dazu wird gekochtes oder in Öl eingelegtes Gemüse und Fleisch serviert. Beim
       Fleisch dominieren Lamm und Geflügel, Kalbs- und Rindfleisch findet man eher selten.
       Dazu werden meist verschiedene Hülsenfrüchte gereicht, z.B. Kichererbsen oder besagte
       Bohnen.

   5. Wie heißt die New Yorker Oper?
       
In der Weltstadt New York stehen zwei bekannte Opernhäuser: Die New York City Opera
       und die Metropolitan Opera, auch kurz "Met" genannt.
       Während die City Opera betont auf Jugendlichkeit und relativ günstige Preise setzt - es gibt        keine Kleiderordnung, Last-Minute-Tickets gibt es ab zehn Dollar - gehört die Metropolitan
       ins klassische Lager: Abendkleid, Fliege und ein dickes Portemonnaie sind Pflicht. Für
       Tickets müssen Musikliebhaber bis zu 300 Dollar pro Vorstellung bezahlen. Außerdem nützt
       ein guter Draht zum Verkaufspersonal: In der Regel sind die Vorstellungen schon Wochen
       im Voraus ausverkauft. Die Met gilt als eines der modernsten Opernhäuser der Welt und
       fasst rund 3800 Besucher.
       
hier mehr dazu: http://www.metopera.org/metopera.html

   6. Woher haben die Zwiebeltürme russisch-orthodoxer Kirchen ihre Form?
       
Für die Zwiebelform der russisch-orthodoxen Kirchen gibt es mehrere Erklärungen: Der
       orthodoxe Klerus selbst behauptet, dass der Turm an eine brennende Kerze erinnern soll,
       die gen Himmel brennt. Die meisten Wissenschaftler weisen allerdings auf die enge
       Verwandtschaft russischer Kirchen mit Bauten in Byzanz hin. Die typische christliche
       Baukunst begann im 10. Jahrhundert, kurz nachdem 988 Wladimir von Kiew, Fürst der
       Russen, sich taufen ließ. Einige Jahrzehnte danach entstand die Nowgoroder         
       Sophien-Kathedrale, die von 1045 bis1052 errichtet wurde und zahlreiche Parallelen zur
       Hagia Sophia in Konstantinopel aufweist.
       Unter der Herrschaft der Mongolen wurde die Kirchenarchitektur kaum weiterentwickelt. Ab
       dem 15. Jahrhundert aber, als Großfürst Iwan der Große (1440-1505) mit der
       byzantinischen Prinzessin Anna verheiratet war, machte sich der Einfluss der italienischen
       Renaissance in Moskau geltend. Die Architekten Aristotele Fieravanti aus Bologna und
       Alevisio Novi aus Mailand gestalteten die Fassaden der Kirchen, die im Kreml errichtet
       wurden, nach Vorbildern aus ihrer Heimat. Von 1475 bis 1479 baute Fieravanti die
       Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale (Uspenski-Kathedrale). 30 Jahre später errichtete Novi die
       Erzengel-Michael-Kathedrale. Bei beiden Kirchen sind die hohen Tamboure (zylindrische
       Bauteile unter der Kuppel) sehr ähnlich und erinnern deutlich an Bauwerke aus Byzanz.
       Warum aber die Dächer etwas zwiebelförmiger als in Konstantinopel ausfallen, hat nach
       Aussagen einiger Experten einen sehr einfachen Grund: Das Klima zwang die Architekten,
       ein Dach zu konstruieren, von dem der Schnee einfach abfallen konnte.

   7. Woher stammen die Macadamia-Nüsse?
       
Macadamia-Nüsse kommen ursprünglich aus Australien. Im Jahre 1857 entdeckte sie
       Ferdinand von Mueller in Queenslands tropischen Wäldern und benannte sie nach einem
       Freund, dem Arzt und Philosophen John Macadam (1827-1865). Heute sind die größten
       Anbaugebiete auf Hawaii, in Australien, in Südafrika und Kenia.
       Übrigens: Die Samen der Nüsse sind sehr wohlschmeckend und fettreich. Sie werden roh
       oder geröstet gegessen

   8. Wie heißt der Hut des Toreros?
       
Der Name des Hutes eines Toreros oder Matadors lautet Montera.Bei den Picadores - das        sind die berittenen Stierkämpfer aus der Gruppe, die den Stier vor dem Einzug des Toreros        reizen - heißt die Kopfbedeckung Castoreno. Das rote Tuch, mit dem der Torero den
       gereizten Stier weiter "vorführt", heißt "muleta".
       Übrigens: Den Kampf Mensch gegen Stier gab es bereits im alten Ägypten, in Vorderasien
       und in der kretischen Kultur. Ebenso findet er sich in der griechischen Mythologie: Herakles
       erweist sich dort als geschickter Stierbändiger. Heutzutage wird der Stierkampf nur noch in
       Spanien in seiner traditionellen Form betrieben, die unweigerlich mit dem Tod des Tieres
       endet. Während Tierschützer seit Jahren ein Verbot fordern, sehen viele Spanier den Kampf        als Symbol der spanischen Kultur und Tradition.
       Auch in Südfrankreich und Portugal gibt es noch Stierkämpfe, dort wird allerdings die
       unblutige Variante bevorzugt.

   9. Wer erfand eigentlich den Strandkorb?
       
Die Herkunft des Strandkorbes, der übrigens ein deutsches Produkt ist, hat eine
       interessante Geschichte: Im Jahr 1882 träumte eine gewisse Frau Friederike Maltzahn von        einer bequemen Sitzgelegenheit am Strand, die sie vor Wind und Wetter schützen sollte.        Maltzahn trug ihren Wunsch dem Grömmitzer Hofkorbbauer Wilhelm Bartelmann vor, der
       versprach, ihre Vorstellungen umzusetzen.
       Nach einigen Stunden Arbeit stellte Bartelmann schließlich den ersten Strandkorb der Welt
       fertig. Das gemeinsame Kind von Maltzahn und Bartelmann fand an der deutschen
       Ostseeküste schnell Anklang. Das Bartelmann-Produkt war 1882 noch simpel konstruiert.
       Erst in den folgenden Jahren entwickelte sich der Einzelstuhl zum modernen großen
       Doppelkorbstuhl mit Sonnendach.

  10. Warum sind wir kitzlich
        
Kitzeln ist Nervenkitzel im wahrsten Sinn des Wortes. Wenn uns jemand auf die Pelle rückt
        und an den empfindlichsten Körperstellen berührt, fühlen wir uns zunächst einmal bedroht.
        Alle Sinne werden alarmiert und unser Körper macht sich zur Abwehr bereit. Wenn dann
        alles gut ausgeht, und wir nur sanft berührt werden, löst sich die Spannung - wir müssen
        lachen. Aus dem gleichen Grund jauchzen kleine Kinder, wenn man sie in die Luft wirft und         sicher wieder auffängt.
        Witze wirken ähnlich: Bei einem guten Gag passiert etwas total Überraschendes.
        Je spannender der Erzähler die Sache macht, umso besser kommt der Witz an.
                                                                                                                       (
Monika Wittmann)

  11. Wie heiß wird eigentlich ein Blitz?
        
So heiß, dass man wirklich Respekt vor diesem Naturphänomen haben sollte: Ein Blitz ist
        fünfmal heißer als die Temperatur auf der Sonnenoberfläche, nämlich 30000 Grad Celsius.         Durch diese enorme Hitze kann z. B. Sand bei einem Einschlag auf der Stelle schmelzen.
        Das so entstandene glasähnliche Material heißt Fulgurit. Ein Blitzfunke kann eine Spannung         von 100 Millionen Volt erreichen.

  12. Was beunruhigte am 29. März 1848 die Anwohner der Niagarafälle?
        
Absolute Stille! Das übliche Tosen der gigantischen Wasserfälle fehlte plötzlich. Die
         Ursache: An der Mündung des Eriesees in den Niagara hatten sich Eisschollen zu
         einem undurchdringlichen Damm aufgetürmt.  

  13. Wieso heißt ein Pfandsiegel "Kuckuck"
        
Weil früher auf dem Pfandsiegel der Reichsadler abgebildet war. Im Volksmund wurde
        dieser respektlos zum Kuckuck gemacht. Sicher auch deshalb, weil dieser Vogel einen
        schlechten Ruf hat. Schließlich legt er seine Eier in fremde Nester und wirft dafür die
        ursprünglichen hinaus.

  14. Warum bezeichnet man Geld als „Moneten"?
        
Dieser Ausdruck geht auf die römische Göttin Juno Moneta (Juno, die Mahnerin) zurück.
        In dem ihr geweihten Tempel auf dem Kapitol befand sich nämlich auch die Münzstätte im         alten Rom - und ihr Bild fand sich auch auf den dort geprägten Münzen, den Moneten,
        wieder.

  15. Warum hat man "Kohldampf"?     
        Jedenfalls nicht, weil gekochter Kohl etwa ein Arme-Leute-Essen ist. Tatsächlich hat dieser         Begriff gar nichts mit dem Kohl zu tun. "Kohler" bedeutet in der Gaunersprache Rotwelsch         Hunger. Ach "Dampf" stammt aus dem Rotwelschen und heißt "Hunger".
        Kohldampf bedeutet also "Hunger-Hunger".

  16. Wie kommt es, dass man den eigenen Körpergeruch nicht wahrnimmt?   
        
Dass man sich selber nicht riechen kann, dient dem Selbstschutz. Denn mit dieser
        permanenten Geruchsinformation würde unsere Nase ganz einfach überlastet. Deshalb
        ignoriert das Nervensystem die eigenen Ausdünstungen. Allerdings gilt das nur für eine
        normale Geruchsentwicklung.  Vernachlässigt man die Körperhygiene zu sehr, dringt das         strenge Aroma eben doch zum Gehirn vor.

  17. Hunde,
        die auf sexuelle Kontakte mit Menschen abgerichtet wurden (etwa ab dem 18. Jh.),
        nannte man Schoßhunde. Heute bedeutet es nur noch "kleiner Hund".  
        Auch die Redewendung "Auf den Hund gekommen" deutete früher auf vereinsamte ältere
        Damen hin, die keinen Mann hatten.