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Italienische Inseln
Stromboli


Die Insel S
tromboli

Stromboli ist eine italienische Insel vulkanischen Ursprungs im Mittelmeer nördlich von Sizilien, aber auch der Vulkan  auf dieser Insel heißt Stromboli - ja, der bekannte Stramboli. Sie gehört mit seinen Nachbarinseln Lipari, Salina, Vulcano, Panarea, Filicudi und Alicudi zur Inselgruppe der Äolischen oder Liparischen Inseln im Tyrrhenischen Meer.
Die Insel Stromboli ist die nördlichste der sieben Liparischen Inseln. Sie liegt zwischen der Nordküste Siziliens und der Bucht von Neapel. Politisch wird sie von der sizilianischen Provinz Messina verwaltet.
Die Höhe der steil aus dem Wasser aufragenden, nahezu kegelförmigen Insel beträgt vom Meeresspiegel aus ca. 926m, vom Meeresgrund ragt der Vulkankegel etwa 3000m auf. Sein Gipfel, Serra Vancori genannt, ist ein Uberbleibsel eines alten Kraters und besteht aus andesitischer Lava. 200 m unter diesem Gipfel öffnet sich der jetzt aktive Krater des Stromboli
(Eruptionen im Abstand von 10 Minuten). Sieh es dir einmal an! Der als "Leuchtturm des Mittelmeers" bekannte Stromboli ist seit Menschengedenken ununterbrochen tätig. Die Insel trägt ihren Namen nach der Vollkommenheit ihres vulkanischen Kegels "Strongyle", der Kreisel. Ihre, für die Höhe der Insel ungewöhnlich kleine, Fläche beträgt nur ca. 12,6 Quadratkilometer. Hier leben nur etwa 750 Einwohner, aber es herrscht ein reger Fremdenverkehr. Ja. Weniger als 1000 m hoch und weniger als 1000 Einwohner. Das ist Stromboli. Die ideale Kegelform und der rauchende Vulkangipfel aber faszinieren jeden, der die Insel ansteuert.
Stromboli ist nur mit der Fähre erreichbar, entweder von Milazzo (Sizilien) oder von Neapel aus. Es geht auch ein Schnellboot von Tropea (Calabria) aus.
Aus den Tiefen des Thyrrenischen Meeres ragt die Masse des Stromboli in einer herrlichen Farbenpracht hervor, mit seinen steilen Abhängen, die sich gegen einen saphirfarbenen Himmel klar anheben. Auf den östlichen, grünbedeckten Abhängen heben sich saubere, zierliche, typische weiße Häuschen hervor, die von der Höhe gesehen wie Spielzeug auf einer smaragdgrünen Wiese aussehen. Andere Häuser sind auf dem Strand verteilt, der schwarz wie Ebenholz ist, oder in der Nähe von Lavafelsen und bieten daher sonderbare Farbkontraste. Andere Hauser sind entweder dicht um die Kirche versammelt oder zwischen uralten Ölbäumen verborgen, andere schließlich klettern an steilen Abhängen empor: Sie boten einst den Einwohnern Zuflucht gegen nächtliche Überfälle der Seeräuber. KaktusfeigenHecken dienen sehr oft als Grenze zwischen den Grundstücken. Die wunderlich auf den terrassenförmigen Abhängen verteilten oder an den Mauern festsitzenden Kapern prangen mit ihrem schirmartigen grünen Laub und schmücken sich im Sommer mit auffallenden weißen Blüten.
Die dicht belaubten Ölbäume und die grenzenlos ausgedehnten Weinberge, hier und da durch Glyzinien, Brombeeren und Ginster unterbrochen, überwuchert von einem Meer hoher Gräser, und mit tausenden von wilden Blumen durchsetzt, bieten ein wunderbar buntes Landschaftsbild mit bet„ubenden Düften. Eine symphonische Note vervollständigt das idyllische Bild. Es ist monotone Summen der vor lauter Sonne und Duft trunkenen Zikaden. Im Gegensatz zu diesem östlichen Abhang, der von einer üppigen Vegetation bedeckt, von einem Lichtermeer überschwemmt, von so viel Lächeln des Meeres und Herrlichkeit des Himmels, steht der nördliche Abhang: Er ist kahl, rauh, nebelig und oft Zeuge von apokalyptischen Ereignissen. Gerade in diesen starken Gegensatz besteht die Eigentümlichkeit von Stromboli.
Auf der Insel befinden sich zwei Ortschaften: Stromboli im Nordosten und Ginostra im Südwesten. Die Ortschaften sind auf dem Landweg untereinander nicht verbunden. Zwischen ihnen liegt die berühmte "Sciara del Fuoco" ("Feuerstrasse"), über die die Lava des Vulkans vom Gipfel weg manchmal ins Meer hin abfließt. Ginostra hat nur 27 Einwohner und ist mit Schiffen oder Tragflächenbooten zu erreichen.
Stromboli, der gleichnamige Hauptort der Insel Stromboli besteht aus den Ortsteilen Ficogrande, San Vecenzo, Piscità und San Bartolo. Die Hotel- und Unterkunftszone liegt getrennt vom eigentlichen Lebensraum der Strombolianer. Neben den vielen verlassenen, einstürzenden ehemaligen Bauern- und Fischerhäusern stehen prächtig renovierte Villen, welche zeigen, dass wer sich auf Stromboli niederlässt, nicht jede Lira umdreht, bevor er sie ausgibt.
Ginostra, ein kleines Dorf auf Stromboli, liegt am südöstlichsten Ende der Insel. Es steht für Ruhe und unberührte Natur. Der Ort zählt gerade mal 37 Einwohner und auch die Zahl der Sommertouristen ist überschaubar. Ginostra ist nur mit dem Schiff erreichbar. Auch Trinkwasser und Lebensmittel kommen per Schiff. Da sie im kleinsten Hafen der Welt nicht anlanden können, werden die Waren in kleine Fischerboote umgeladen und schließlich auf dem Rücken der Esel ins Dorf transportiert. Das soll jetzt mit dem Bau eines neuen Hafens alles anders werden. Manche Einwohner können das kaum erwarten, denn der könnte ihnen auch manche Arbeit erleichtern.
Offiziell wird der Hafenausbau mit Zivilschutz begründet. Wenn der Vulkan einmal wieder spuckt, sollen die Menschen schnell evakuiert werden können. Und auch die Versorgungsschiffe sollen hier anlegen und nicht wie bislang, weit vor der Küste ankern müssen. Der neue Hafen könnte aber auch jede Menge Touristen anlocken. Stromboli-Ort, auf der anderen Seite der Insel, ist ein Beispiel. In der Hochsaison kommen täglich 5000 bis 6000 Touristen. Allerdings sind diese nur ein Gewinn, wenn sie nicht nur kurz auf die Insel schauen, sondern auch Gaststätten u.a. nutzen. Erst seit wenigen Jahren hat die Insel Strom und macht die Menschen von Gasflaschen und Öllampen unabhängig. Ein ungewohnter Luxus, auf den die Menschen hier richtig stolz sind.
Wenn man hier Urlaub machen möchte, kann man dazu einige Hotels nutzen, diese sollen aber
für einen längeren Urlaub nicht besonders preiswert sein .Alternativ gibt es private Ferienhäuser, die man mieten kann, diese sind preiswerter und die oft gemütlicher. Dieses Haus z.B. verfügt über einen Wohn-Schlafraum, eine Kammer zum Schlafen, eine voll eingerichtete Küche, ein Bad und eine schöne Terrasse mit Meerblick.
Für Selbstversorger gibt es auf der Insel mehrere Pizzerias, in einigen Supermärkten kann man sich aber auch mit Brot, Käse und Wein recht gut eindecken und wenn man eine Ferienwohnung hat, bekommt man direkt am Strand - für Frühaufsteher - frischen Fisch..
Sicher kein gewöhnlicher, aber sehr schöner Urlaub, den man hier verleben kann.