Die
Schweiz
Hauptstadt:
Bern
Der Genfer See
Der Genfer
See ist der größte der Alpen: 72 Kilometer lang, bis zu 14 Kilometer breit.
Eigentlich ist er nur eine Erweiterung der Rhone, ein breitgeratenes Stück Fluss.
Aber was für eines!
Dieser
sichelförmige See ist bis 310 m tief; hier herrscht ein mildes Klima,
besonders am schweizerischen Nordufer mit den Landschaften La Côte und
Lavaux. Es
ist das größte
Schweizer Weinanbaugebiet. Hier liegen u. a. die Städte
Lausanne, Vevey und Montreux.
Der elegant geschwungene See wird von einer Theaterkulissen-Landschaft der
feinsten Art umrahmt. Im Osten, über dem Rhonedelta, steigen die Waadtländer
Alpen auf. Im Norden ziehen sich sonnige Weinberge mit Burgen und Winzerdörfern
hin. Im Westen sieht man die grünen Ausläufer des Jura und im Süden ragt die
majestätische Kulisse der Savoyer Alpen in den Himmel, gekrönt vom erhabenen 4807 m hohen Mont Blanc.
Der Mont Blanc, auf italienischer Seite als Monte Bianco, beides
bedeutet "Weißer Berg", ist mit
4.792 m Höhe der höchste Berg der Alpen.
Das gesamte Montblanc-Massiv gehört zu den Savoyer Alpen. Vom Gipfel bis zu einer Höhe von 2.440 m herab sind seine
Hänge mit einer Eiskappe bedeckt, die bis zu 28 m dick ist. Er besitzt mehrere
Gletscher, darunter den Mer de Glace am Nordhang.
Der Mont Blanc besteht aus Granit und
hat zwei völlig verschiedene Gesichter: Im Norden ist er rundlich und fast
vollständig vergletschert, von Süden erscheint er als markanter Felsklotz mit
steilen Wänden. Und hier kann man auch sehr schöne Pflanzen finden.

Das Herz der französischen Schweiz schlägt am Genfer See, dessen Südufer
zu Frankreich, dessen sonnenverwöhnte Nordufer jedoch zur Eidgenossenschaft
gehören. Der mit 581 qkm größte Binnensee Mitteleuropas schmiegt sich
im Süden halbmondförmig an den Fuß der schroff abfallenden Savoyer Alpen
mit dem schneebedeckten Mont Blanc (4807 m) als zentralem Blickfang.
Im Osten des Genfer Sees, an der Waadtländischen Riviera
zwischen Lausanne und Villeneuve, fallen Rebhänge sanft zum
Seeufer ab, an den Promenaden wetteifern Ginkos und Dattelpalmen mit
farbenprächtigen Magnolien und Rhododendren. Zur französischen Grenze hin
markiert der Jura den Übergang zur frankophonen Westschweiz. In dem lang
gestreckten, wenig besuchten Mittelgebirge wechseln bewaldete Kuppen, offenes
Weideland und Torfmoore miteinander ab - ein ideales Terrain für Wanderer und
Biker.
Genf
Genf (franz. Genève) ist anziehend, elegant - und reich.
Kecke Zungen behaupten, dass in der 'Stadt der Banker und Diplomaten' mehr
Millionäre als Arbeitslose leben. Dazu kommt die herrliche Lage der Stadt in
377 m Höhe am südwestlichen Ausläufer des Genfer Sees beidseits der Stelle, wo
die Rhône den See verlässt. Von den gepflegten Uferpromenaden mit ihren
großzügigen Grünflächen und romantischen Gärten genießt man eine fantastische
Aussicht auf die Savoyer Alpen am gegenüberliegenden französischen Ufer.
Im
kosmopolitischen Genf am äußersten Westufer des Sees wird große Politik
gemacht, hier haben internationale Organisationen wie Weltfriedensrat
oder Vereinte Nationen (UNO) ihren Sitz bzw. ihr europäisches
Zentrum. Egal, wo es in der Welt gerade kriselt, in den Genfer Konferenzsälen
spricht man am runden Tisch darüber.
Genf
ist die Hauptstadt des schweizerischen Kantons Genf, am Ausfluss der
Rhône aus dem Genfer See. Hier leben 175 000 Einwohner, es ist das
kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Westschweiz von internationaler
Bedeutung. Es ist die zweitgrößte Stadt der Schweiz, in der nicht weniger
als 200 internationale Organisationen und diplomatische Vertretungen ihren Sitz
haben. Es
ist Sitz der Europazentrale der UN
und deren Organe, z. B. der Weltgesundheitsorganisation, der Meteorologischen
Weltorganisation, der Internationalen Fernmeldeunion, ferner Sitz der WTO, des Internationalen Roten Kreuzes, des Ökumenischen Rats der
Kirchen des Lutherischen und des Reformierten Weltbundes.
Genf ist Zentrum der
wohl weltbekannten schweizerischen Uhren- und
Schmuckwarenindustrie, für das Europäische
Kernforschungszentrum (CERN) und hier liegt der internationale Flughafen Cointrin
nordwestlich der Stadt.
Interessant
ist ganz sicher auch die Geschichte
der Stadt:
Keltische Stämme errichteten am Ufer des Sees Pfahlbauten und
befestigten um 200 v. Chr. den heutigen Altstadthügel links der Rhône mit einem
Wehr. 121 v. Chr. gründeten die militärisch überlegenen Römer an dieser Stelle
einen Handelsposten namens Genava. Im Jahr 443 wurde dieser zur ersten
Hauptstadt der Burgunder gekürt, 1033 fand sie Anschluss an das Heilige Römische
Reich Deutscher Nation.
Weltbewegende Impulse gingen 1536 von Genf aus, als der Theologe
Jean Calvin (1509-64) seine Heimatstadt zu einer Hochburg der
Reformation ausrief. Die calvinistische Idee eines sittenstrengen
Gottesstaates faszinierte halb Europa, doch die katholisch orientierten Staaten
verfolgten deren Anhänger meist gnadenlos. Tausende von protestantischen
Flüchtlingen fanden in der Rhônestadt Asyl, unter ihnen im 17. Jh. gut betuchte
französische Hugenotten, die als Bankiers, Uhren- und Textilfabrikanten
Genf zu einer prosperierenden Handelsmetropole und einem der bedeutendsten
Finanzplätze Europas machten. Unter dem Einfluss der Französischen Revolution
übernahm 1792 eine revolutionäre Regierung nach französischem Muster die
Geschicke der Stadt. Doch schon 1798 annektierte Napoleon Bonaparte (1769-1821)
Genf und ernannte es zur Hauptstadt des Departement Léman. Nach Napoleons
Sturz schloss sich Genf und sein Umland 1815 als 22. Kanton der
Eidgenossenschaft an.
Aber
in Genf wird nicht nur gearbeitet, man kann sich auch gut
erholen. Der reizvolle Spaziergang
entlang der südlichen Seepromenade zum Beispiel, der Promenade du Lac, beginnt am
Jardin Anglais, dem Englischen
Garten von Genf. Viel bestaunt ist die alljährlich neu arrangierte
Blumenuhr, die es auf einen Durchmesser von 4 m bringt. Auch der Jet
d'Eau, das Wahrzeichen
von Genf, ist nicht zu übersehen. 140 m schießt die gewaltige Fontäne im
See dank einer Pumpenleistung von 1360 PS und mit einer Geschwindigkeit von
200 km/h aus dem Wasser empor.
Vom Quai du Mont-Blanc am nördlichen
Seeufer genießt man an schönen Tagen eine fulminante Aussicht auf das
Mont-Blanc-Massiv. In den feinen Hotels am Quai logierte im 19. Jh. der
europäische Hochadel. Vor dem berühmten Beau-Rivage erinnert eine
Gedenktafel an die österreichische Kaiserin Elisabeth (*1837), genannt Sisi, die
am 10. September 1898 vor dem Hoteleingang von dem italienischen Anarchisten
Luigi Luccheni niedergestochen wurde.
Der Unterschied zwischen beiden Städten ist beträchtlich. Genf ist
modern, selbstbewusst und dennoch ein wenig ruhig. Lausanne hingegen finden Sie
zu jeder Tageszeit charmant, heiter und springlebendig. Lausannes Vorstadt heisst Ouchy. früher war es ein Fischerstädtchen, heute
ist es ein elegantes Urlauberviertel. Die alte Hafenfestung, das Chateau
d'Ouchy, wurde zu einem feinen Hotel. Von Notre-Dame-de-Lausanne sagt man, es
sei die schönste gotische Kirche der Schweiz. Zumindest ist es die grösste. Hier
werden nachts die Stunden noch von einem Wächter ausgerufen.
Empfehlenswert ist
eine Wanderung von Lausanne nach Vevey mit
traumhaften Ausblicken auf der See. Unterwegs werden liebliche
Winzerdörfer wie Epesses und St. Saphorin passiert.
Ein Muss eines jeden Urlaubers am
Genfer See ist der Besuch des Schlosses Chillon unweit
von Montreux. Es stammt in seiner heutigen Form aus dem 13.
Jh. und gehörte einst den Grafen und Herzögen von Savoyen.
Perlen an der Schweizer
Riviera sind Vevey und Montreux:
15 Kilometer Seeufer zum Flanieren, schneebedeckte Berge, ein See, auf dem noch
Dampfschiffe fahren, und Hotels, die den Charme der Belle Epoque versprühen: Das
ist die Riviera am Genfer See, an der viele internationale Stars, wie etwa
Barbara Hendricks, residieren. Und mittendrin in dieser Seelandschaft liegen die
beiden Städte Vevey und Montreux, beide direkt am Wasser.Dieser See ist
ein internationales Gewässer. Nicht
nur, weil zwei Länder an ihn grenzen - Schweiz und Frankreich. Sondern vor
allem, weil in vielen Orte am Seeufer Menschen vielerlei Völker
zu Hause, oder zumindest im Urlaub zur Stelle, sind. Das gilt vor allem für
Genf, aber fast ebenso für Lausanne.