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Rumänien Hauptstadt:
Bukarest
Daten und Fakten
Das
Land Lage: Südosteuropa
| Grenzen |
Im Norden Ukraine, im Osten Moldova, Ukraine und
Schwarzes Meer, im Süden Bulgarien, im Westen Serbien, Montenegro und Ungarn |
| Zeitzone |
MEZ +1 Stunde |
| Fläche |
238 391 km2 (28% Wald, 45%
Ackerland, 18% Wiesen und Weiden) |
| Ausdehnung |
W-O 720 km, N-S 510 km |
| Landesnatur |
Im Zentrum Karpatenbogen, im Westen
Transsilvanisches Hochland, im Nordosten Hügellandschaft der Moldau, südlich
anschließend das Tiefland der Walachei |
| Höchster Punkt |
Moldoveanu 2543 m |
| Gewässer |
Anteil an der Donau mit
Nebenflüssen Alt, Pruth) und Sereth; Mures |
| Klima |
Gemäßigt kontinentales Klima |
| Sehenswürdigkeiten |
Kirchen, Paläste, Museen und Parks in
Bukarest; Seebäder an der Schwarzmeerküste; Kloster Cozia; Eisernes Tor;
Altstadt von Sibiu; Moldau-Klöster; Karpaten;
Donaudelta |
| Die
Menschen |
| Bevölkerung |
22,388 Mio. Ew. (90% Rumänen; Ungarn, Roma,
Deutsche u. a.) |
| Bevölkerungsdichte |
94 Ew./km2 |
| Stadtbevölkerung |
57%
(Analphabetismus unter 5%) |
| Religion |
Rumänisch-orthodoxe Kirche |
| Sprache |
Rumänisch |
| Wirtschaft |
| Währung |
1 Leu = 100 Bani |
| Erwerbstätige |
Landwirtschaft 37%, Industrie 32%, Dienstleistungen
31% Arbeitslosigkeit 10%
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| Handelspartner |
Deutschland, Italien, Russland,
Frankreich |
| Eisenbahn |
11374 km (3866 km elektrifiziert)
- Straßen
72 941 km (113 km
Autobahn) |
| Geschichte |
| 1476-1504 |
Das Land gerät unter osmanische
Oberhoheit |
| 1861 |
Die Fürstentümer Moldau und Walachei vereinigen
sich unter dem Namen Rumänien |
| 1878 |
Die Unabhängigkeit Rumäniens wird auf
dem Berliner Kongress international anerkannt |
| 1916 |
Rumänien beteiligt sich am Ersten
Weltkrieg auf Seiten der Alliierten |
| 1920 |
Durch die Friedensschlüsse von
Saint-Germain und Trianon bekommt Rumänien die Gebiete Süd-Dobrudscha, Bukowina,
Bessarabien, östliches Banat und Siebenbürgen zugesprochen |
| 1930 |
König Carol II. kommt bis
1940 an die
Macht; dann wird General I.
Antonescu wird Staatschef |
| 1941 |
Rumänien nimmt auf deutscher Seite am
Zweiten Weltkrieg teil |
| 1944 |
König Michael I. stürzt Antonescu,
wechselt auf die Seite der Alliierten. Rumänien unterzeichnet
Waffenstillstandsvertrag. Die Sowjetunion erhält die Nordbukowina und
Bessarabien zurück |
| 1947 |
Michael I. muss
abdanken; die "Volksrepublik Rumänien" wird ausgerufen |
| 1948 |
Verfassung nach sowjetischem
Vorbild tritt in Kraft, Rumänien wird Mitglied des COMECON |
| 1955 |
Rumänien tritt dem Warschauer Pakt
bei |
| 1967 |
N. Ceausescu wird
Staatspräsident, 1989 wird er gestürzt und später hingerichtet |
| 1990/91/96 |
Präsidentschafts- und Parlamentswahlen: Iliescu wird Staatspräsident,
später Stolojan und E. Constantinescu |
| 2003 |
Verfassungsreferendum | |
Natur und Landschaft Rumänien zeigt ein äußerst reizvolles und vielfältiges
Landschaftsbild. In einem großen, weit schwingenden Bogen durchziehen die
Karpaten das Balkanland von Nord nach Südwest und umrahmen als mächtiger
Gebirgswall das Siebenbürger Hochland. Den Abschluss der Südkarpaten bildet das
Banater Bergland, das bereits zum Westbalkan überleitet. Nach außen senken sich
die Karpaten über Hügellandschaften zum Großen Ungarischen Tiefland im Westen,
zur Moldauplatte im Osten und zur Walachei im Süden.
Die Karpaten - Rückgrat und Scheidegebirge Die Karpaten sind ein relativ junges Gebirge und gehören zum
großen Alpen-Himalaya-Gebirgssystem. Die Ostkarpaten, die von der ukrainischen
Grenze mit ihren Ausläufern fast bis nach Bukarest reichen, haben überwiegend
Mittelgebirgscharakter. Die Südkarpaten erreichen hingegen alpine Ausmaße und
Formen mit Höhen bis über 2500m. Mit steilem Anstieg erheben sich ihre zackigen
Kämme über die niedrigen Hochebenen. Enzian und Edelweiß blühen hier ebenso wie
die angeblich mit Zauberkräften ausgestattete Nelke Craioli, die sich sonst
nirgendwo findet. Die Karpaten zogen mit ihrer noch heute urwüchsigen und nahezu
unzerstörten Natur, in der es noch eine große Zahl von Füchsen, Luchsen,
Dachsen, Wölfen und sogar Bären gibt, schon frühzeitig Die
Ostkarpaten Bergtouristen an.
Markierte Wanderwege führen über Karsthöhen, schroffe Felsen und durch
Schluchten, aber auch durch Laub- und Nadelwälder und über Bergwiesen. In den
Ostkarpaten ist der Bicaz-Stausee sowohl Anziehungspunkt für Wanderer als auch
für Angler - wie Rumänien mit seinen fischreichen Flüssen und Seen überhaupt ein
Angler-Paradies ist. Die Südkarpaten sind mit den Orten Poiana Brasov, Predeal
und Sinaia ein beliebtes Wintersportgebiet.
Im Herzen Rumäniens Innerhalb der wallartigen Gebirgsumrahmung liegt Siebenbürgen,
auch Transsilvanien genannt. Dieser Name ist eng mit der schaurigen Figur des
Grafen Dracula verknüpft. Die blutrünstige Schreckensherrschaft von Vlad Tepes,
der im 15. Jahrhundert lebte und den Beinamen "der Pfähler" trug, bildet den
Hintergrund all der Gruselgeschichten, die zwar in Transsilvanien spielen,
jedoch gar nicht zu der friedlichen, beschaulichen Landschaft passen wollen. Die
malerischen Städte, Kirchenburgen, Dörfer und fränkischen Gehöfte haben das von
breiten Tälern zerschnittene Hochland in eine typisch mitteleuropäische
Landschaft mit ländlichem Charakter verwandelt. Der fruchtbare Lößboden wird
intensiv zum Mais- und Weizenanbau und an den Südhängen der Täler auch zum Obst-
und Weinbau genutzt.
Zwischen Karpaten und Donau Im Osten des Landes ist den Karpaten als Teil der weiträumigen
russischen Steppentafel die Moldaulandschaft vorgelagert. Die ursprüngliche
Steppe ist jedoch längst von Getreidefeldern verdrängt, und auch die Talauen der
beiden Flüsse Pruth und Sereth werden landwirtschaftlich intensiv genutzt. Einen
besonderen Reiz in der Hügel- und Waldlandschaft des früheren Fürstentums Moldau
üben die zahlreichen Klöster und Kirchen aus, die hier im 14. und 16.
Jahrhundert als Zentren des orthodoxen Christentums entstanden. Den Süden des Landes nimmt die Walachei ein, deren von Flüssen
zerschnittenes Hügelland zur lößbedeckten Donauniederung abfällt. Das
Donautiefland ist heute fruchtbares, teilweise bewässertes Ackerland. Im Westen durchbricht die Donau am Eisernen Tor das Banater
Bergland und speist dort ein großes rumänisch-jugoslawisches Wasserkraftwerk. Im
Osten ist ihr durch die Dobrudscha, ein tafelartiges
Gebirge, an dessen
Osthängen ein vorzüglicher Wein wächst, der direkte Zugang zum Schwarzen Meer verwehrt. Die Donau muss einen Umweg nach Norden machen, um dann angereichert
mit Industrieabwässern in einem fast rechtwinkligen Knick wieder nach Osten in
Richtung Meer zu fließen. Bei der Stadt Galai verliert sie sich in einem großen
dreiarmigen Delta mit zahlreichen Abzweigungen. Auf einer Länge und Breite von
70km ist ein Gewirr von Flüsschen, Inseln, Seen, Schilf, Teichen und Bächen
entstanden - es ist ein Brut- und Rastplatz von einigen hundert Vogelarten, darunter
auch Kormorane und Pelikane, neben unzähligen Wildgänsen, Schwänen und
Reihern.
Die 200km lange rumänische Schwarzmeerküste bietet sich für
Badefreuden an. Die von Mai bis Oktober sonnensicheren feinen Sandstrände
erstrecken sich im Süden über eine Länge von 70km. Neben reinen Touristenzentren
mit nüchterner "Zweckbau-Architektur" gibt es Bade- und Luftkurorte mit
Tradition wie Mamaia, Eforie und Mangalia.
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