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Monaco Hauptstadt:
Monaco
Das
Land Monaco ist ein Stadtstaat in Westeuropa. Es liegt, von Frankreich umschlossen, an der Mittelmeerküste unweit der
Grenze zu Italien.
Wer allerdings zwischen Monaco und Frankreich irgendwelche
Grenzanlagen o.ä. sucht, wird nichts finden.
Das Fürstentum von Monaco ist nach der Verfassung von 1911 eine
konstitutionelle Monarchie. In einer Reisebeschreibung, die aus dem beginnenden 19. Jh. stammt,
wird diese Region noch als "einer der
ärmlichsten Orte der französischen Riviera" bezeichnet, heut dagegen gilt das
Land als einer der reichsten Staaten Europas
und als ein Steuerparadies für Großverdiener. Monaco ist mit rund 190 ha
der zweitkleinste Staat der Welt, er besteht aus der auf einem Felssporn gelegenen Hauptstadt Monaco, der Gemeinde La Condamin
(im
Hafenbereich) sowie die Stadt Monte Carlo (an der Südflanke der
französischen Seealpen). Auf dem 65 m hohen felsigen Vorgebirge, das mit seinen
steilen Wänden 800 m weit ins Meer hinausragt, liegt die alte Stadt
Monaco, der politische und kulturelle Mittelpunkt mit dem Schloss
(16./17. Jh.), der Kathedrale (19. Jh.) und dem
ozeanographischen Museum. Unterhalb des Felsvorsprungs entwickelte sich La Condamine, das Geschäftsviertel von Monaco. Im Nordwesten
erstreckt sich an einem Berghang
Monte Carlo mit dem Spielkasino, Kongresszentrum, Hotels, Villen,
Luxusgeschäften und Parkanlagen. Als jüngste Siedlung wurde Fontvieille
im Südwesten errichtet, hier sind ein Jachthafen, Sportanlagen, Industrie- und Wohngebäudezu
finden. Im Schutz hoher Berge, dem Tête de Chien (573 m)
und dem
Mont Agel (1110 m) herrscht ein sonnenscheinreiches, wintermildes
Klima, hier findet man auch eine üppige mediterrane Vegetation.
Von den rund 34 000 Einwohnern sind nur rund 5000 "echte"
Monegassen, knapp 50% der Einwohner sind Franzosen, rund 17% Italiener u. a. Der
überwiegende Teil der Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an.Monaco ist an das französische Eisenbahn- und Straßennetz
angeschlossen, so wird die 1,7 km lange Eisenbahnlinie von der französischen Staatsbahn betrieben. Auf 3,15 km der insgesamt 50 km
Straßen findet jährlilch das weltweit bekannte Autorennen "Grand Prix de
Monaco" statt. Der Hafen in La Condamine dient hauptsächlich als
Jachthafen. Die politischen Wirren über
Jahrhunderte hinweg führten zu einer Verarmung des Landes. Als aber Karl III. im Jahre 1861 die "Société des Bains de
Mer" gründete, die als Betreiber einer Spielbank rasch an Bedeutung gewann,
änderte sich das. Gleichzeitig
entwickelte sich Monaco aufgrund des Klimas zum Zentrum des europäischen
Winter-, später auch des Sommertourismus. Zur Residenz einer
reichen, internationalen Gesellschaft wurde Monaco aber aufgrund seiner Steuervorteile.
Aber das Fürstentum entwickelte sich auch zu einer Industrie- und
Verwaltungsmetropole mit zahlreichen Klein- und Mittelbetrieben.
Darüber
hinaus bietet Monaco ein reiches kulturelles Angebot mit viel beachteten
Theaterinszenierungen, einem sehenswerten Opernhaus und zahlreichen Museen. Das
unter Fürst Albert I. (1848-1922) angelegte Ozeanographische Museum genießt
Weltruf. Besonders Monte Carlo hat sich in wenigen Jahrzehnten
zu einem exklusiven Badeort entwickelt, in dem Villen, tropische Gärten und
Luxushotels das Bild bestimmen. Aber heut wird die Stadtsilhouette zunehmend durch moderne Hochhäuser geprägt. Geschichte: Die
alten Römer kannten Monaco als Herculis Monoeci portus. Im 13. Jh. flüchtete die Guelfenfamilie Grimaldi nach Monaco, die es 1419 endgültig unter ihre Herrschaft
brachte. 1793 annektierte Frankreich Monaco. 1814 wurde es wieder selbständig.
1815-1860 war es der Schutzherrschaft von Sardinien unterstellt. Diese ging 1861
wieder an Frankreich, mit dem 1865 auch eine Zollunion geschlossen wurde. 1911
erhielt Monaco durch Fürst Albert I. eine Verfassung. 1918 erfolgte die
Erneuerung des Schutzvertrages mit Frankreich. Regierender Fürst war von 1949
bis zu seinem Tod 2005 Rainier III. 1993
wurde Monaco Mitglied der UNO. Nachfolger Rainiers wurde sein Sohn als Fürst
Albert II.
Seite
geändert: 13.06.2010
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