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Griechenland
Hauptstadt: Athen

 

Rhodos - eine griechische Insel

Rhodos liegt im Südosten der Ägäis. Die Insel ist 78 km lang und 38 km breit. Sie ist die viertgrößte Insel Griechenlands und gehört zum Dodekanes - Archipel, das aus über 200 größeren und kleineren Eilanden besteht. Sie ist die größte Insel des Dodekanes.
Rhodos liegt etwa 20 km vor der Südwestküste der Türkei. Die "Roseninsel" Rhodos hat ein mildes Klima und eine üppige Vegetation. Im Hafenbereich von Rhodos stand einst der "Koloss von Rhodos", eines der sieben Weltwunder der Antike. Diese gewaltige Bronzestatue des Sonnengottes Helios wurde im Jahre 277/26 v. Chr. durch ein Erdbeben umgestürzt und aufgrund eines Orakels nicht mehr aufgebaut. Im 14.Jh. besetzte der Johanniterorden die Insel und ließ die eindrucksvollen gotischen Gebäude und Befestigungsanlagen errichten. Die Türken drangen 1522 auf Rhodos ein und behielten es fast vier Jahrhunderte in Besitz. Moscheen erinnern an diese Zeit. Seit 1947 gehört Rhodos zu Griechenland. Tausende von Touristen besuchen die Insel jedes Jahr wegen der schönen Sandstrände, der antiken Ruinenstädte Kamiros und Lindos und vor allem wegen der Stadt Rhodos mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten.
Rhodos gilt als die Sonneninsel Griechenlands. Genau genommen kennt sie nur zwei Jahreszeiten, Frühling und Sommer. Wenn bei uns im Februar der Frost regiert, grünt es auf dieser Insel wie in einem riesigen Treibhaus.
Aber es grünt nicht nur alles, sondern es blüht, wohin man schaut.

Glaubt man den alten Griechen, so ist das milde Klima mit bis zu 300 Sonnentagen im Jahr dem antiken Sonnengott persönlich zu verdanken. Als Zeus die Welt unter den Göttern aufteilte, ging Helios erst mal leer aus, da er pflichtbewusst seine Himmelsreise vollführte. In Nachhinein erbat er sich eine dicht unter dem Wasser treibende Insel, eben Rhodos. Dabei versprach er dem Herrn des Olymps, sie mit Menschen zu besiedeln, „die dem Licht näher als die Bewohner anderer Gefilde" sein sollten. Und er hielt sich an sein Versprechen.
Was für uns heute eine schöne Sage ist, war den Insulanern heilig. Bereits vor der Gründung der Stadt Rhodos (408 v. Chr.) huldigten sie ihrem Sonnengott, ihm zu Ehren errichteten die Rhodier in zwölf Jahren Bauzeit eine gigantische, mit einer Strahlenkrone bekränzte Bronzestatue, den 36 Meter hohen Koloss von Rhodos.
Die Insel erlebte eine wechselvolle Geschichte, geprägt von Achäern, Hellenen, Phöniziern, Römern, Byzantinern, Johannitern und Türken. Und so lädt Rhodos auf Schritt und Tritt zur Zeitreise ein. Am Mandräki-Hafen kann man gemütlich unter den Arkaden des Marktgebäudes in einem der Cafes sitzen und die prächtigen Yachten, Ausflugsboote sowie Kreuzfahr- und Fährschiffe beobachten.

Wenn man die Mole entlang spaziert, kommt man an drei mittelalterlichen Mühlen vorbei und genießt den Blick auf die vollständig erhaltenen Stadtmauem, die Verkündigungskirche und den Großmeisterpalast. Nicht umsonst zählt Rhodos-Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Denn die Kreuzritter schufen hier von 1306 -1522 ein christliches Bollwerk zum Schutz vor den osmanischen Eroberern und hinterließen damit ein grandioses Architekturerbe. In Europa einzigartig ist die spätgotische Ritterstraße, die den 600 Jahre alten Großmeisterpalast mit dem ehemaligen Ordensspital, in dem sich heute das Archäologische Museum befindet, verbindet.
Auf der Insel kann
man aber auch die Ordensherbergen der
Johanniter sehen, bei denen die strengen Fassaden und Wappenschilder auffallen. Man kann aber auch in den Attstadtgassen bummeln. da sieht man eine Moschee mit Minarett, dort eine byzantinische Kirche, ein mittelalterliches Tor oder die Reste eines antiken Gemäuers. Spazieren kann man auch durch die Sokratesstraße - sie ist die Flaniermeile von Rhodos-Stadt.

Einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt auch der Anblick des Dorfes Undos. Über der malerischen Bucht kleben würfelförmige Häuschen an einem Hang, der von einer Johanniterburg gekrönt wird. Das strahlende Weiß der Fassaden stellt einen reizvollen Kontrast zu dem Grün der Olivenbäume und Zypressen sowie dem Türkisblau der Ägäis dar - ein sehr schönes Spiel der Farben!
Lindos gilt bei vielen als schönstes Dorf ganz Griechenlands. Durch das Gassenlabyrinth führt ein steiler Weg auf die Festung, die auf der antiken Akropolis errichtet wurde.