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England - Schottland


Schottland
- Hauptstadt: Edinburgh
 

Schottland ist der Nordteil Großbritanniens einschließlich der Hebriden, Orkney- und Shetland-Inseln.
Das Land ist von England im Süden durch die Cheviot Hills und den Tweed getrennt, sonst allseitig vom Meer umgeben.
Nachdem man die unsichtbare Grenze von England nach Schottland überquert hat, geht es zunächst durch flaches grünes Tiefland. Auf den saftigen Wiesen grasen Galloway-Rinder, die wahrscheinlich schon mit den Kelten während der Völkerwanderung in den hohen Norden gekommen sind.
Schottland nimmt etwas mehr als das nördliche Drittel der britischen Hauptinsel ein. Das Land ist 77080qkm groß. Hier leben ca. 5 Mio. Einwohner. Den Nordwesten umgibt ein Gürtel aus 500 Inseln, die Hebriden, von den Einheimischen auch Western Islands genannt. Der Küstenstreifen Schottlands vor den Hebriden ist stark zerklüftet und besteht aus vielen Halbinseln. Hier beginnt das westliche Hochland, das in das nördliche Hochland übergeht. Die Unterscheidung zwischen beiden Landesteilen wird nicht überall gemacht, und viele sprechen auch von den North-West-Highlands. Sie umgeben das zentrale Hochland. Im südlichen Drittel Schottlands befinden sich die Lowlands, das schottische Tiefland mit Glasgow und Edinburgh.
    
Schottland ist dünn besiedelt. Aber man sagt, dass auf jeden Schotten 10 Schafe kommen.
Die Bevölkerung konzentriert sich in den Städten, allen voran in Glasgow, Edinburgh, Dundee und Aberdeen, diese sind die wirtschaftlichen Zentren Schottlands und durch ihre Flughäfen auch die Tore für den Reisenden, zumal das Flugzeug das beste Verkehrsmittel für die Anreise sein soll. Der Straßenverkehr stellt für Menschen vom Festland eine große Herausforderung dar. Nicht nur der Linksverkehr, sondern auch die schmalen, kurvigen Straßen machen die Autofahrt in Schottland nicht immer leicht. Die Bahnreise nach Schottland dauert viele Stunden.

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er Norden Großbritanniens lockt mit einmaligen Naturlandschaften genauso wie mit lebendigen Metropolen, nicht nur mit Kilt, Whisky und Dudelsack. Hier findet man die Attraktionen von Glasgow und Edinburgh, erlebt man die grandiosen Weiten der schottischen Highlands mit ihren Bergen, Seen und sagenumwobenen Burgen.

An diese flache Ebene schließen sich die hügeligen Southern Uplands an. In ihrem Osten ragen die Moore der Lammermuir Hills bis zu 533 m auf, in Richtung Westen folgen die einsamen Tweedmuir Mountains, die in die bis zu 844 m hohen Merrick-Berge übergehen. In diesen Regionen liegen Schwerpunkte der britischen Aufforstungsbemühungen sowie bedeutende Schafzuchtzentren.
Südlich von Glasgow bis zur nördlich von Edinburgh gelegenen Halbinsel Fife reicht das mittelschottische Tiefland. Auch hier gibt es Landwirtschaft und Viehzucht, es produzieren aber auch an die 400 Firmen Computer. Die PC-Ausfuhr ist für Schottland Nr.1 im Export geworden.
Das Tiefland um Glasgow steigt nach Süden zum südschottischen Hochland an und nach Norden zum zertalten und seenreichen nordschottischen Hochland, das durch den Glen More in die Grampian Mountains und die Northwest Highlands unterteilt wird. Die Küste ist durch zahlreiche, weit ins Land eindringende Fjorde stark gegliedert. Das ozeanische Klima (kühle Sommer, milde Winter) ist nebel- und niederschlagsreich und begünstigt den Weiden-, Moor- und Heidereichtum.
An Glasgow und Edinburgh schließt sich das zentrale raue Hochland, die Grampian Mountains, eine schöne Landschaft. Im Südwesten dieser Highlands ragt der Ben Nevis auf, mit 1343 m höchster Berg der Britischen Insel. Witterungsbedingt liegt die Baumgrenze unter 600 m. In den nordöstlichen Grampians erreichen die aus rotem Granit aufgefalteten Cairngorm Mountains Höhen bis zu 1240 m. Hier ist die Gegend nicht ganz so rauh, die Berge und Hügel sind weicher, Heiden und Hochmoorebenen bestimmen die Landschaft.
Die Grampians enden am Great Glen, an die sich die rauen nordwestlichen Hochlande anschließen. Die Flora besteht aus Torfmoosen, Wollgräsern und Heide.

Edinburgh
Die Hauptstadt Schottlands ist die sog. "Königin der Städte Schottlands". Viele denkmalgeschützte Bauwerke sind hier sehenswert.
Das historische Zentrum der Stadt strahlt einen außergewöhnlichen Reiz aus. Dies ist am besten mit den Worten des Essayisten Alexander Smith zu umschreiben: "In Edinburgh lebt vor allem ein Sinn für die Schönheit der Stadt fort. Hügel und schroffer Fels, eine Burg, ...die Plätze und Häuserreihen an erhöht liegenden Straßenzügen in der New Town lassen sich, einmal gesehen, so leicht nicht vergessen." So bakam die Stadt auch den Beinamen "Athen des Nordens".
Die eigentliche Stadt entwickelte sich erst ab dem 12. Jh. Der Überlieferung nach soll König David I. bei einem Jagdausritt von einem kapitalen Hirsch aus dem Sattel geworfen worden sein. Als der König am Boden lag, versuchte der "König des Waldes", ihn zu töten. Wenn auch der König Wunden davontrug, so gelang es ihm doch, das Kreuz zu ergreifen, das zwischen dem Geweih des Hirschen erschien. Als dies geschah, ließ der Angreifer von seinem Opfer ab. Aus Dankbarkeit für seine wundersame Rettung veranlasste der König alsbald, die Abtei vom heiligen Kreuz zu erbauen.

Sehenswürdigkeiten
Aberdeen
Die "graue Stadt am Meer" hat ihren Namen vom Granit, aus dem vieles in Aberdeen gebaut wurde. Grau bedeutet aber nicht unfreundlich oder trostlos. Aberdeen ist eine lebendige Stadt mit einem der wichtigsten Häfen Großbritanniens. Zudem ist Aberdeen durch seinen Flughafen gut für Urlauber zu erreichen und damit für viele das Tor zum zentralen Hochland. In der Umgebung von Aberdeen befinden sich mehrere alte Herrschaftshäuser wie das Balmoral Castle, das noch heute Feriensitz der britischen Royals ist, oder Castle Fraser, einem eindrucksvollen Bauwerk aus dem 16. Jh. Viele dieser Schlösser können besichtigt werden, wenn nicht gerade Mitglieder der Königsfamilie zu Gast sind.

Skye und die Hebriden
Die Hebriden sind ein besonders dünn besiedeltes Gebiet. Insgesamt leben auf den Inseln knapp 60000 Menschen, ein beträchtlicher Teil der rund 500 Inseln ist sogar menschenleer.
Die Hauptinsel Skye ist gut zu erreichen. Sie ist über eine Brücke ans Festland angebunden. Das bekannteste Gebäude von Skye ist Dunvegan Castle. Seit über 700 Jahren ist dieses Schloss der Herrschaftssitz des legendären MacLeod-Clans.
Landschaftlich macht Skye der über 1000 m hohe Bergzug der Cuillins besonders eindrucksvoll. Auf der Insel Lewis ist die Hauptstadt dieser Inselgruppe. Hier befindet sich ein Museum, das Ortsfremden das Leben auf den Inseln nahe bringt.
In der An Lanntair Gallery wird noch die gälische Kultur und Sprache am Leben erhalten, die einst die ureigene Sprache der Hochlandbewohner war.

Loch Ness
Bereits seine Form deutet an, dass es sich nicht um einen "normalen" See handelt: Auf 36 km Länge erreicht er nur eine maximale Breite von 1,5 km - seine größte Tiefe aber ist nicht bekannt.
Bisher wurden 325 m gemessen, an manchen Stellen kann aber der See noch tiefer sein.
Am südwestlichen Ende von Loch Ness liegt das kleine Städtchen Fort Augustus. Hier befindet sich eine sehenswerte Anlage mit vier Schleusentoren, die auch heute noch in Betrieb ist.
Am Westufer des Sees liegen die Ruinen von Urquhart Castle und etwas weiter das Official Loch Ness Monster Exhibition Centre.

Glasgow
Glasgow  ist die größte Stadt Schottlands. Die Stadt liegt in den tief gelegenen Lowlands im Süden und weist bes. mit den viktorianischen Prachtbauten Spuren britischer Einflüsse auf.
Glasgow hat sich in den letzten Jahren einem starken Wandel unterworfen. Die einstige Werftmetropole ist heute eine weltoffene Stadt, in der internationale Kongresse und Kulturveranstaltungen stattfinden.

Orkney Islands
Die Orkneys liegen zwar nahe vor der nordöstlichen Küste, sie unterscheiden sich aber vom schottischen Hochland. Die Ruinen der Wikingersiedlungen, das vollständig erhaltene Steinzeitdorf Skara Brae, ein Steinzeitgrab und ein Steinkreis, dessen Sinn noch nicht ganz ergründet ist, zeugen von der nordischen Vergangenheit der Inselgruppe.
In der Inselhauptstadt Kirkwall wird einer der feinsten Malt Whiskys der Welt hergestellt. Die Wirtschaft der meisten Inseln ist aber überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

       
Seite geändert: 12.04.2010