Italienische
Inseln
Elba
Elba
ist
eine italienische Mittelmeerinsel
zwischen Korsika und Italien, sie ist 27 km lang und 18 km breit,
insgesamt 224 qkm groß
- damit ist sie die größte Insel des Tokanischen
Archipels, die drittgrößte italienische Insel und sie liegt Europa am nächsten.
Sie liegt 10 km vom Festland entfernt.
Elba
bietet 147 km Küste - bei dieser Länge kann man sogar
in der Hochsaison einen abgelegenen Platz zum
Baden finden. Sicher auch aus diesem Grund beherbergen die ca. 28000 Einwohner im Sommer bis zu einer
halben Million Besucher. Elba erreicht man mit Autofähren,
deren Fahrzeit ca. eine Stunde beträgt, oder aber mit dem schnelleren
Tragflächenboot oder Katamaran. Man kann
Elba auch anfliegen (Fluhafen in Marina di Campo).
Abgesehen von den
Naturschönheiten und dem Meer findet man auf Elba
verschiedene Sportanlagen, Swimming-Pools, Golf, u.v.a. für
große und kleine Leute.
Kaum
zu glauben: Ausgerechnet diese
wunderschöne Insel war einmal eine Art "Ruhr-Pott" des Mittelmeers
- Ursache dafür war der unerschöpfliche
Eisenreichtum. Auf der Insel kommt nämlich in großen Mengen das Gestein Siderit vor, das man
zerschlägt, um das Eisenschmelzen vorzubereiten. Bis an den
Golf von Neapel und Griechenland verkauften einst die etruskischen Hütten das
Roheisen. Den Ruf, eine reiche Insel zu sein, musste Elba später teuer bezahlen,
als sarazenische Piraten (Sarazenen bezeichneten ursprünglich einen im Nordwesten der Arabischen
Halbinsel siedelnden Volksstamm) die Insel jahrhundertelang besetzten, bis es der
Republik Pisa gelang, sie im 11. Jh. zu vertreiben. Später kaufte sich
das Mailänder Haus Visconti auf Elba ein, bis die Medici die Insel
ihrem toskanischen Großherzogtum einverleibten. Der berühmte Pirat
'Barbarossa' Kahyr ad-Din eroberte Elba im 16. Jh. zurück, später geriet es
unter spanische und dann französische Herrschaft. Noch heute sind zahlreiche
Überreste vor allem der spanischen Periode zu sehen.
Wenn wir von der
Insel Elba sprechen, denken wir nicht mehr unbedingt an
das Eisen, sondern an die Schönheit der Insel und an Napoleon,
der hier während
seines 285 tägigen Exils seine unvergeßlichen Spuren hinterließ.
Nach vielem Machtwechsel
gehört Elba heute zu Italien.
Einige Gedanken zu ein paar Orten auf Elba:
Portoferraio
Das
ist die größte Stadt und der Hauptort der Insel. Das historische Zentrum der
Stadt erinnert an antike Ursprünge. Schon in der römischen
Epoche war die Stadt ein Hafen, sie verfällt aber im Mittelalter. Dann aber wurde
sie wieder
aufgebaut und befestigt, begonnen im 16. Jh. vom Grossherzog der Toskana
Cosimo I der Medici und seinen Nachfolgern. Sie wurde einer der sichersten
Häfen im Mittelmeer und zu einer Festung zur Verteidigung des Tyrrhenischen Meeres gegen die
türkischen Piraten. 1814 hatte hier Napoleon während seines 10 monatigen
Exils seinen Wohnsitz.
Bagnaia
Vor Portoferraio liegt Bagnaia, in der Mitte von zwei Vorgebirgen, die eine Bucht
aus Sand und Kies bilden. Diese kleine Stadt auf den Steigungen von Monte Cimino
ist bekannt für sein thermisches Wasser ( Bagno
bedeutet Bad).
Die Ortschaft hat die Burg von Volterraio im
Hintergrund, diese ist in die Umwelt gut eingefügt.
Die Ortschaft hat die Burg von Volterraio im
Hintergrund. Am
Fuss des Monte Serra befindet sich der Strand von Nisporto.
Rio nell'Elba
Zwischen den Bergen Monte Strega und Cima
del Monte, gleich weit entfernt von der östlichen und westlichen Künste, ist der
Ort auf einer Panoramastrasse durch Weingärten und Olivenhaine zu
erreichen. Dabei kommt man an den alten Ruinen der Fluchtburg Volterraio vorbei. Von dort oben hat man einen herrlichen Ausblick über die Inseln.
Von diesem Gebiet stammen
Funde aus der Grotte von San Giuseppe. Bekannt ist auch die Einsiedelei
Santa Caterina mit dem Botanischen Garten, das Mineralienmuseum "Alfeo Ricci" und
das Archäologische Zentrum.
Marina di Campo
Die Küsten von Marina di Campo sind eine wichte
Attraktion für den Badeturismus auf Elba. Hohe Granitklippen und flache
Sandstrände mit unterschiedlicher Landschaft wechlsen einander ab und sind ideal
für jeden Urlaub. Von hier aus kann man auch interessante Ausflüge ins Landesinnere
unternehmen, z.B. zu dem Bergdorf San Piero
in Campo mit der romanischen Kirche San Niccolò, die auf den Resten eines
römischen Temples errichtet worden ist. Ansehenswert sind hier auch die Fresken aus dem 15./16. Jh. Interessant
ist auch das Bergdorf San Ilario, in dessen Nähe eine romanische Kirche
und dern auf einem enormen Granitfels errichtete Wachturm zu
sehen ist. Marina di Campo liegt am längsten Sandstrand der Insel, von einem
weiten und geschützten Golf umgeben.
Marciana
Der an den Hängen des Monte Capanne liegende Ort Marciana ist eine von drei
Gemeinden des Westteils von Elba. Die Gemeinden haben eine Fläche von 45 qkm, und ihre Ortschaften gehören zu den bezauberndsten Dörfern der Insel.
In diesen sonnenverwöhnten Orten
inmitten einer grandiosen und außergewöhnlich farbenreichen Natur, beschützt von
den beindruckenden Granitmassen des Monte Capanne. Vom
Dorf aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf die
Weinterrassen, die Steineichen- und
Kastanienwäldern, auch auf das beeindruckende Meer.