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 Deutschland

 

 

 

                   

         

 

 

 
Deutschland
Hauptstadt: Berlin
 

 
 Daten und Fakten

Lage                  Mitteleuropa
Grenzen            I
m Norden Nordsee, Dänemark                           und Ostsee,
                          im Osten Polen u.Tschechische R.                           im Süden Österreich und  Schweiz,                           im Westen Frankreich, Belgien,                           Luxemburg und Niederlande

Fläche 357 022 qkm (29 % Wald,
33 % Ackerland,
15 % Wiesen und Weiden)
Ausdehnung N-S 880 km, W-O 750 km
Landesnatur Von Norden nach Süden:
Norddeutsches Tiefland,
Mittelgebirgsschwelle,
Alpenvorland, Nördliche Kalkalpen;
Höchster Punktist die Zugspitze (2962 m)
Gewässer Anteil an Rhein, Donau, Elbe, Oder, Mosel; Main, Saale, Weser, Neckar; Müritz, Chiemsee, Anteil am Bodensee, Neiße
Klima Kühlgemäßigtes Klima mit Niederschlägen zu allen Jahreszeiten
Sehens-
würdigkeiten
bedeutende historische Stätten, u.a. in Aachen, Eisenach (Wartburg), Mainz, Münster, Nürnberg, Potsdam (Schloss Sanssouci), Quedlinburg, Weimar, Wittenberg; mittelalterliche Stadtbilder in Görlitz, Bamberg, Bautzen, Heidelberg, Rothenburg ob der Tauber; Königsschlösser Ludwigs II. Hohenschwangau und Burg Neuschwanstein; Benediktinerabteien Ettal, Maria Laach; Zisterzienserabtei Maulbronn; Wörlitzer Park; Porzellanmanufaktur Meissen; Porta Nigra in Trier; Wolfenbüttel; Gedenkstätte Buchenwald; besonders reizvolle Landschaften, wie Lüneburger Heide, Müritz-Nationalpark, Erzgebirge, Spreewald, Sächsische Schweiz, oberbayerische Alpenseen, Schwarzwald, Mittelrhein mit Burgen u. Weinorten; Segelregatten "Kieler Woche"
Bevölkerung 82,78 Mio. Ew. (91 % Deutsche)
Sprache Deutsch; regional Dänisch, Friesisch, Sorbisch
Eisenbahn 45 150 km (19 302 km elektrifiziert)
Straßen 230 665 km (11 427 km Autobahn

Deutschland Landschaften
Auf Grund der Oberflächenformen und der Höhengliederung werden von Norden nach Süden drei große Landschaftsräume unterschieden: das Norddeutsche Tiefland, die Mittelgebirgszone und die Alpen.
Da das Land insgesamt gesehen von den Alpen bis zur Nordsee hin abfällt, fließen die Hauptflüsse nach Norden. Die Donau macht eine Ausnahme; sie verbindet Süddeutschland mit Südosteuropa.

Norddeutsches Tiefland
Zwischen den Küsten von Nord- und Ostsee und dem Mittelgebirgsrand liegt das Norddeutsche Tiefland. Seine Oberfläche wurde von den Gletschern der einige zehn- bis hunderttausend Jahre zurückliegenden Eiszeiten geformt. Das Norddeutsche Tiefland ist nicht völlig eben, sondern von Hügeln, Talzonen und Seengebieten unterbrochen ("Holsteinische Schweiz", Mecklenburgische Seenplatte). Das Tiefland greift mit weiten Buchten in das Mittelgebirge ein: mit der Niederrheinischen Bucht (mit der Kölner Bucht), der Münsterländer Bucht und der Leipziger Bucht. Mit ihren fruchtbaren Lößböden sind diese Tieflandsbuchten bevorzugte Siedlungs- und Wirtschaftsgebiete, ebenso das nördliche Harzvorland zwischen Hannover und Magdeburg.
Vor dem fruchtbaren Marschlandstreifen der Nordseeküste erheben sich aus dem flachen Wattenmeer zahlreiche Inseln, z. B. Sylt und Norderney. Fünfzig Kilometer vor der Nordseeküste ragt der rote Felsen von Helgoland aus dem Meer.
Die Ostseeküste ist teils sandige Flachküste, teils felsige Steilküste, von seichten Buchten und schmalen Landzungen begleitet. Rügen, die größte deutsche Insel, ist ihr vorgelagert

Mittelgebirgszone
Im Gebiet der waldreichen deutschen Mittelgebirge wechseln Hochflächen, Berglandschaften mit z.T. vulkanischen Formen, Graben- und Beckenlandschaften. Im Südwesten Deutschlands erhebt sich entlang der klimatisch begünstigten Oberrheinischen Tiefebene der Schwarzwald, der im Feldberg bis auf 1493 m ansteigt. Östlich des Schwarzwaldes erstreckt sich das Schwäbisch-Fränkische Stufenland mit meist fruchtbaren, dicht besiedelten Becken und den rauhen Hochflächen der Schwäbisch-Fränkischen Alb. Im Osten wird
diese Landschaft durch die Bergzüge des Bayerischen Waldes (Großer Arber 1456 m), des Böhmerwaldes und des Oberpfälzer Waldes begrenzt.
Im Westen erheben sich rechts und links des Rheins die bergigen Landschaften Hunsrück, Taunus, Eifel und Westerwald. Im Osten ragt aus dem Tiefland als massiver Gebirgsblock der bis über 1100 m hohe Harz heraus, der wie der Thüringer Wald, Fichtelgebirge, das steil nach Böhmen abfallende Erzgebirge und das Lausitzer Bergland abwechslungsreiche und der Erholung dienende Landschaften bietet.
Zwischen dem Rheinland im Westen und Thüringen im Osten erstreckt sich das bis 600 m hohe hessische Mittelgebirgsland. Alte Handelsstraßen , z. B. die Salzstraße, umgehen die ehemals vulkanisch aktiven Höhen von Vogelsberg und Rhön, sie führen durch das Hessische Bergland und den Leinegraben bzw. durch das Weserbergland ins Norddeutsche Tiefland.
Östlicher in Deutschland liegt das Erzgebirge. Geographisch wird das Gebirge in das West- und Osterzgebirge geteilt.
Einige der bekanntesten Orte sind z.B. Annaberg-Buchholz, Schwarzenberg, Sebnitz, Zschopau, Augustusburg, Breitenbrunn (Erzgebirge), Eibenstock, Erlabrunn, Sosa, Johanngeorgenstadt, Markersbach, Morgenröthe-Rautenkranz, Oberwiesenthal, Oelsnitz/Erzgebirge, Olbernhau, Rathen, Scharfenstein, Zinnwald, Altenberg, Bärenstein, Geising.
Das  Westerzgebirge:
Das Westerzgebirge erstreckt sich über deutsches und tschechisches Gebiet, es wird begrenzt im Westen vom Elstergebirge und Vogtland und im Osten vom Fluss Flöha. Die Begrenzung im Norden ist unscharf. Im Süden wird es mit dem Fuß der erzgebirgischen Pultscholle abgeschlossen. Die höchsten Punkte befinden sich auf dem Keilberg in Tschechien, dem Fichtelberg in Sachsen, beide bei Oberwiesenthal, und dem  Auersberg (1019 m) bei Johanngeorgenstadt.
Im Sommer kann man hier wunderbar Wandern, Radtouren unternehmen, Sehenswürdigkeiten bestaunen, Museen besuchen und auf unterschiedlichste Art Unterhaltung finden. Im Winter sind natürlich Wintersportarten möglich, zumal hier auch eins der schneesichersten Gebiete auf die Sportler warten.
Das Osterzgebirge:
Das Osterzgebirge erstreckt sich über deutsches und tschechisches Gebiet und wird begrenzt im Westen vom Fluss Flöha und im Osten vom Elbsandsteingebirge. Die Begrenzung im Norden ist im Gelände unscharf und im Süden ist es der Fuß der erzgebirgischen Pultscholle. Der höchste Punkt befindet sich auf dem Kahleberg, 905 m hoch.
Der Bergbau prägte entscheidend die die Landschaft und das Brauchtum. Zeugnisse der Geschichte des Bergbaus sind bis heute in Schaustollen und Bergbaumuseen erhalten.
Das Osterzgebirge zählt zu den schönsten Mittelgebirgen Deutschlands. Mit einer Höhenlage von 600 bis 900 Metern ziehen sich seine Ausläufer bis an den Rand der sächsischen Landeshauptstadt und Kulturmetropole Dresden. Ein Leckerbissen ist z.B. eine Fahrt mit der dienstältesten Schmalspurbahn Deutschlands: mit der "Bimmelbahn" von Freital Hainsberg nach Kurort Kipsdorf.
Das Osterzgebirge ist ein ausgezeichnetes Wander- und Wintersportgebiet, welches sich für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen gut eignet. Zahlreiche Skilifte, Rodelhänge, ein modernes Eisstadion in Geising, Natureisbahnen sowie gespurte Loipen mit den entsprechenden Ausleihmöglichkeiten und einer der modernsten Rennschlitten- und Bobbahnen der Welt warten auf Urlauber und Touristen. Romantische Schlittenfahrten auf Pferdeschlitten bieten beeindruckende Erlebnisse in tief verschneiten Winterlandschaften, Motorschlittensafaris verknüpfen Sport, Action und Romantik.

Alpen und Alpenvorland
Der deutsche Anteil an den Alpen beschränkt sich auf die zu den Nördlichen Kalkalpen gehörenden Allgäuer (Hochfrottspitze, 2649 m), Bayerischen (Zugspitze, 2962 m) und Berchtesgadener Alpen (Watzmann, 2713 m). In diesen Gebieten sind Hochgebirgsformen mit felsigen Spitzen, Graten und steil abfallenden Wänden charakteristisch. Eingebettet in diese Landschaft liegen eiszeitliche Karseen wie der bis zu 189 m tiefe Königssee südlich von Berchtesgaden.

Den Alpen vorgelagert ist eine weite, hügelige Hochebene, das Alpenvorland. Es fällt von rund 800 m am nördlichen Alpenrand sanft nach Norden und Nordosten zur Donauebene hin bis unter 300 m Höhe ab.

Der Rhein von Köln bis Mainz
"Der schönste Landstrich von Deutschland, an welchem unser großer Gärtner sichtbar con amore gearbeitet hat, sind die Ufer des Rheins von Koblenz bis Mainz, die wir auf dem Strom selbst bereist haben. Das ist eine Gegend wie ein Dichtertraum, und die üppigste Fantasie kann nichts Schöneres erdenken als dieses Tal, das sich bald öffnet, bald schließt, bald blüht, bald öde ist, bald lacht, bald schreckt." Noch heute - 200 Jahre nachdem Heinrich von Kleist den Rhein so enthusiastisch beschrieb - zeigt sich dieser Strom von seiner reizvollsten Seite dem, der ihn mit dem Schiff befährt.
185 Stromkilometer liegen zwischen Köln und Mainz, zwei Städten, die seit 2000 Jahren miteinander um Schönheit, Reichtum und Bedeutung rivalisieren. Beide sind aus römischen Kastellen entstanden, beinahe um die gleiche Zeit zu Bischofssitzen (313 bzw. 346) und zu Erzbistümern (782 bzw. 795) erhoben, beide berühmt für ihre Dome und Kirchen, ihre Universitäten und Museen, ihre Rheinbrücken und ihren Karneval. Die niederrheinische Tiefebene, deren Charakter bis über Köln hinaus die Landschaft zu beiden Seiten des Stromes prägt, geht bei Bonn in ein Hügelgelände über, aus dem sich zur Linken das Siebengebirge erhebt, eine Kette erloschener Vulkane. Sein unmittelbar am Rhein gelegener "Drachenfels" bildet zusammen mit dem linksrheinischen Godesberg das "Tor zum rheinischen Paradies" (Paul Zaunert).
Koblenz gibt sich heute so freundlich und weltoffen, wie es 1808 auf Dorothea Schlegel wirkte. "Man führt Goethes Lieder im Munde und liest die besten neuen Sachen mit Liebe, dabei ist man gesellig und freundlich und lebt heiter. Die Weiber sind meistens sehr hübsch, sogar schön; der Wein und das Brot ganz vortrefflich; die Luft durch die vielen Flüsse, die dort zusammentreffen, und durch das schützende Gebirge rein und mild."
Bei Koblenz münden Mosel und Lahn in den Rhein. Stromaufwärts von hier beginnt jener wildromantische Abschnitt des Stromes, den die meisten meinen, wenn sie vom Rhein schwärmen.
Inbegriff aller Stätten der "Rhein-Romantik" ist die Loreley, jener sagenumwobene Felsen bei St. Goarshausen, der schon den jungen Clemens Brentano und Joseph von Eichendorff faszinierte, ehe er durch das 1823 entstandene Gedicht von Heinrich Heine, vertont von Friedrich Silcher, unsterblich wurde.

Burgen- und Weinland
Im so genannten Engtal des Rheins, der hier das Rheinische Schiefergebirge durchschneidet, liegt der größte Teil der rund 60 Burgen, die zwischen Köln und Mainz einst vor allem zur Sicherung der Handelswege oder als Zollstationen erbaut wurden. Zahlreiche Zwingburgen wurden zerstört. Zu denen, die übrig blieben, gehören Burg Stolzenfels und Lahneck, die Marksburg und die "feindlichen Brüder" Sterrenberg und Liebenstein, die von Ludwig dem Bayern auf einer Felseninsel im Rhein bei Kaub errichtete Pfalz und der Binger Mäuseturm, der im 13. Jh. als Mautturm (Zollturm) auf eine Insel im Strom gesetzt wurde.
Zwischen Bingen und Mainz fließt der Rhein von Osten nach Westen. So ist zwischen Rüdesheim und Eltville eine Region entstanden, die, vor rauen Nordwinden geschützt und von der Mittagssonne verwöhnt, die süßesten Trauben hervorbringt. Aus dem Riesling wird einer der feinsten deutschen Weißweine gewonnen. Als "Lustgarten der Natur" bezeichnete Kleist den Rheingau, und Goethe nannte ihn eine "gesegnete Gegend, die ein Gefühl von Wohlfahrt und Behagen erweckt".
 
                                                                                                                
     Bilder: ©  Monika Frunzke