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 Andorra

 

 

 

                   

         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Andorra
Hauptstadt: Andorra la Vella

Kleines Fürstentum in den Pyrenäen
 

 

Offizieller Name:

 Fürstentum Andorra

Amtssprache:  

 Katalanisch

Staatsform:

 Konstitutionelle Monarchie

Religionszugehörigkeit

 überwiegend Katholiken

Höchste Erhebung:

 Pic Alt de la Coma Pedrosa
 (2 946 m)

Wichtigste Flüsse:

 Gran Valira, Valira del Norte,  
 Valira del Orien

Fläche:

 467,76 qkm

Einwohner:

 72320

Bevölkerungsdichte:

 155 Einwohner je qkm

Größte Städte:

 Andorra la Vella,
 Les Escaldes-Engordany,  Encamp

Andorra wurde 1278 gegründet und ist heute flächenmäßig der größte unter den sechs europäischen Zwergstaaten (Vatikanstaat, Fürstentum Andorra, Fürstentum Liechtenstein, Republik San Marino, Fürstentum Monaco, Republik Malta). Das Land erstreckt sich in den östlichen Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien über drei Hochtäler.
Zwei Fünftel der Gebirgslandschaft liegen oberhalb der Baumgrenze. In den Lagen darunter wechseln sich meist Kiefernwälder mit Wiesen und Weiden ab. Dank der Gebirgsbäche, die durch das Land fließen, konnten Wasserkraftwerke entstehen.
Umgeben von den bis zu 3000 Meter hohen Gipfeln (Pic de l'Estanyo, 2 912 m, Pic del Pessons, 2865 m) der östlichen Pyrenäen, hat sich das Fürstentum Andorra von seiner jahrhundertealten Rolle als Agrarstaat befreit.

Staat und Politik:
Nach der Verfassung von 1993 ist Andorra ein parlamentarisches Coprinzipat. Der Zwergstaat bietet eine verfassungsrechtliche Besonderheit: Es ist das einzige Land der Welt, bei dem gleich zwei ausländische Amtsträger die Funktion des Staatsoberhauptes wahrnehmen, zum einen der Bischof von Urgell, zum anderen der Präsident von Frankreich. Somit handelt es sich um eine Doppelherrschaft oder Dyarchie. Das Einkammerparlament wählt den Regierungspräsidenten als Chef der Exekutive.

Beliebtes Ziel für Touristen zwischen Frankreich und Spanien
Das Straßennetz teilt sich in Hochstraßen (Pass de la Case, 2 091 m), Pässe (Siguer, 2 600 m) und Täler, die jedes Jahr von vielen Touristen besucht werden. Die kalten Winter und die guten Schneeverhältnisse - es schneit drei bis fünf Monate im Jahr - bieten ideale Wintersportmöglichkeiten.
In den letzten Jahrzehnten hat sich der Tourismus zum wichtigsten Wirtschaftzweig entwickelt. Als zollfreies Einkaufsparadies, besonders Zigaretten und Alkohol, und größtes Skirefugium in den Pyrenäen lockt das Land jährlich fast 10 Millionen Touristen an.

Das gebirgige, stark bewaldete Land erlaubt aber noch weitere Freizeitaktivitäten wie Wandern. Reiten und Mountainbike fahren. Die beiden Quellflüsse des Gran Valira, der Valira del Norte und der Valira del Orien, prägen die andorranische Landschaft, sie erzeugen in dem Tal, das sie durchfließen, ein mildes Mikroklima, bei dem es nur einen Monat im Jahr schneit. Sie sind mit Seen, Wasserfällen und forellenreichen, klaren Bächen verbunden und eignen sich gut für Kanu- und Kajaktouren.
Das Klima in den 900-1800 m hoch gelegenen Tälern weist relativ kühle Sommer und milde Winter auf. Die regelmäßigen Niederschläge führen in den kälteren Hochlagen im Winter zu einer lang anhaltenden Schneedecke.

Bevölkerung:
Durch Zuwanderung wächst die Einwohnerzahl des Landes seit den 1960er Jahren ständig. Der Anteil der Katalanisch sprechenden Andorraner macht heute etwa nur noch ein Drittel der Gesamtbevölkerung aus. Ein Großteil lebt in Andorra la Vella (22700 Einwohner).

Wirtschaft:
In den letzten Jahrzehnten hat sich der Tourismus zum wichtigsten Wirtschaftzweig entwickelt. Als zollfreies Einkaufsparadies und größtes Skirefugium in den Pyrenäen lockt das Land jährlich fast 10 Mio. Touristen an. Weitere Einnahmequellen des Staates, der seinen Bürger weitgehend Steuerfreiheit gewährt, sind das Bankenwesen, der Export von Energie aus Wasserkraft und die Konzessionsgebühren der örtlichen Rundfunkanstalten. Die Landwirtschaft (Schafzucht) und das produzierende Gewerbe (Tabak- und Holzverarbeitung) spielen nur noch eine untergeordnete Rolle.

Klima
• relativ kühles Gebirgsklima
• Durchschnittstemperatur: 2 °C im Januar, 24 °C im Juli
• jährliche Niederschlagsmenge: 950 mm

Sehenswertes
• Andorra la Vella (Casa de la Vall)
• Les Escaldes-Engordany (Thermalbad, Museum d.Modelleromanischer Kunst, Museum Viladomat)
• Canillo
• Ordino (Casa d'Areny-Plandolit, Postmuseum, Miniaturenmuseum)
• La Massana (Casa Ruil, Farga Rossell, Meritxell-Kloster)
• Encamp (Casa Cristo; Karneval)
• St. Julia de Löria (Tabakmuseum) 


Seite geändert: 20.03.2010